Weihnachtsgrüße und Datenschutz

25.11.2014Keine offenen Emailverteiler verwenden!

Ausgangslage:</storng>

In vielen Unternehmen ist es üblich, dass zur Weihnachtszeit Grüße und Glückwünsche zum neuen Jahr an Kunden und Geschäftspartner verschickt werden.

Doch auch hier sind datenschutzrechtliche Vorgaben zu beachten.

Wenn Sie z.B. Weihnachtsgrüße per E-Mail verschicken, kann dies als Werbung gesehen werden. Prinzipiell gelten als Werbung Maßnahmen, die darauf abzielen, das Ansehen des Unternehmens oder den Absatz von Waren und Dienstleistungen zu fördern. Darunter fallen auch Weihnachtsgrüße.

Sofern keine ausdrückliche Zustimmung des Empfängers vorliegt, kann dies Ärger mit der Datenschutzaufsichtsbehörde oder gar eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung zur Folge haben. Es macht dabei keinen Unterschied, ob es sich bei dem Emailempfänger um einen Verbraucher, einen Unternehmer oder einen Mitarbeiter eines Unternehmens handelt.

Folge:

1. Gedruckte Weihnachtskarten Die Versendung eines postalischen Weihnachtsgrußes ist unproblematisch.

2. Weihnachtsgrüße per Email

Selbst wenn man sich aufgrund vorheriger Zustimmung sicher ist, dass man dem Empfänger einen Weihnachtsgruß per Email zukommen lassen kann, sind weitere Vorgaben zu beachten.

Gerade in der Weihnachtspost sollten Emaildressen der Kunden nicht in das "An-Feld" der Email eingetragen werden. Andere Empfänger können so jeden Empfänger sehen und Rückschlüsse auf andere Kunden und Geschäftspartner ziehen.

Gerade das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hatte gegen die Mitarbeiterin eines Unternehmens ein Bußgeld verhängt, weil dieses einen offenen Emailverteiler für den Versand von Werbung verwendet hatte.

Zur Lösung des Problems können Emailadressen in das "Bcc-Feld" eingetragen werden. So sind Emailadressen für andere Empfänger nicht sichtbar.

Für Weihnachtsgrüße innerhalb des Unternehmens