Schlecker insolvent

16.03.2012Schließung von Schlecker-Filialen auch in Nürnberg und Umgebung

Wie nun mehr bekannt wurde, will Schlecker seine Nürnberger Filialen in der Freystädter Straße, der Radmeisterstraße, der Tafelfeldstraße, der Schweinauer Hauptstraße, der Allersberger Straße, der Brettergartenstraße sowie in der Rothenburger Straße schließen. Weitere Schließungen erfolgen in Erlangen, sowie in der näheren Umgebung von Nürnberg.

 

Aus arbeitsrechtlicher Sicht ist dabei zu beachten, dass die Schließung einer bestimmten Filiale nicht bedeutet, dass ausschließlich den dort beschäftigten Mitarbeitern gekündigt werden kann. Es ist viel mehr eine Sozialauswahl zwischen vergleichbaren Mitarbeitern, auch aus anderen Filialen, die weiter betrieben werden, durchzuführen.

 

Bei betriebsbedingten Entlassungen nur eines Teils der gesamten Mitarbeiter muss der Arbeitgeber dann zur Bestimmung, wem gekündigt werden kann, eine (soziale) Auswahl durchführen. Hierbei muß er die Dauer der Betriebszugehörigkeit, das Lebensalters, die Unterhaltspflichten und eine eventuell vorliegende Schwerbehinderung vergleichen und prüfen, wie stark Mitarbeiter von einer Kündigung betroffen werden.

 

Anlässlich des Ausspruches einer Kündigung muß er die weiteren Formalien sowie Sonderkündigungsschutz beachten. Schließlich ist auch ein bestehender Betriebsrat zu beteiligen und zu prüfen, inwieweit Abfindungsansprüche bestehen können.

 

Es ist daher für Arbeitnehmer, die in Zusammenhang mit der Schließung der Filialen gekündigt werden, anzuraten, sich diesbezüglich gegebenenfalls anwaltlich beraten zu lassen. Dabei kann telefonisch vorab kurzfristig geklärt werden, welche Kosten durch eine Beratung entstehen, beziehungsweise welche Möglichkeiten es gibt, die Kosten erstattet zu bekommen

Als Ansprechpartner steht Ihnen Rechtanwalt Armin Goßler, Fachanwalt für Arbeitsrecht, zur Verfügung.


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