GFE Nürnberg Update Insolvenzverfahren 11.01.2011

12.01.2011Vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt - Schadensersatzansprüche müssen gewahrt werden

Aktuelle Situation

Das Amtsgerichts - Insolvenzgericht - Nürnberg hat am 30.12.2010 auf den Eigenantrag der GFE - Gesellschaft zur Förderung erneuerbarer Energien mbH hin die vorläufige Insolvenzverwaltung gemäß § 21 Abs. 1 und 2 InsO über das Vermögen der Gesellschaft angeordnet (8200 IN 2238/10) und Herrn Rechtsanwalt Hans Raab, Ziegelsteinstraße 199, 90411 Nürnberg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Der Insolvenzverwalter hat nunmehr mitgeteilt, dass bereits erste Gespräche im Unternehmen geführt wurden. Ferner stehen der Insolvenzverwalter und seine Kollegen in Kontakt mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg - Fürth und der Kriminalpolizei Nürnberg, die sämtliche Geschäftsunterlagen beschlagnahmt haben.

Wegen dieser Beschlagnahme wird es nach der Mitteilung des Insolvenzverwalters noch einige Zeit dauern, bis er einen ausreichenden Überblick über die Verhältnisse im Unternehmen hat.

Es soll dann eine Presserklärung abgegeben werden.

Bis 04.02.2011 ist der Insolvenzverwalter jedenfalls beauftragt, ein Gutachten über die wirtschaftliche Situation bei dem Unternehmen zu erstellen.

Bewertung

Der Eigenantrag der GFE war in Anbetracht der aktuellen Situation auch aufgrund der Insolvenzantragspflicht aus § 15 a InsO wohl unvermeidlich.

Aus Anlegersicht ist es begrüßenswert, dass ein erfahrener Insolvenzverwalter die Verhältnisse im Unternehmen untersucht.

Ob der Insolvenzverwalter Rückforderungsansprüche von Anlegern anerkennt, bleibt abzuwarten.

Jedenfalls müssen solche Ansprüche beim Insolvenzverwalter form- und fristgerecht geltend gemacht werden.

Darüber hinaus ist gerade auch in Anbetracht des Insolvenzantrages von Interesse, inwieweit die hinter dem Unternehmen stehenden Personen und auch die Anlageberater auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden  können.

Das ist dann der Fall, wenn sich der Verdacht der Staatsanwaltschaft hinsichtlich eines gewerbsmäßigen Betruges erhärtet und über das Wesen und die Risiken der Anlage seitens der Berater nicht richtig aufgeklärt wurde.

Für Rückfragen stehen die in diesem Gebiet tätigen Rechtsanwälte Carl – Peter Horlamus und Oliver Stigler zur Verfügung.


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