Anlegerschutz für Geschädigte der GFE - Gesellschaft zur Förderung erneuerbarer Energien

29.12.2010Die Ermittlungsverfahren laufen, was sollen Anleger tun?

Stand der Ermittlungsverfahren

 

Gegen siebzehn Verantwortliche der GFE-Group aus Nürnberg, zu der die GFE -  Gesellschaft zur Förderung erneuerbarer Energien mbH, die GFE Production GmbH und die GFE Distribution GmbH gehören, wird wegen des Verdachts des bandenmäßigen und gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt.

 

Nach Durchsuchungen von 28 Objekten in und außerhalb Bayerns mit mehr als 150 Polizisten befinden sich mittlerweile acht Beschuldigte seit Ende November/Anfang Dezember 2010 in Untersuchungshaft.

 

Oberstaatsanwältin Garbiels-Gorsolke aus Nürnberg verwies diesbezüglich darauf, dass ein Ermittlungsverfahren auch bei einem Anfangsverdacht eingeleitet werden kann. Um Haftbefehle zu beantragen und auch erlassen zu bekommen, muss jedoch ein dringender Tatverdacht vorliegen!



Worin besteht dieser Verdacht?

 

Es heißt, dass die Rapsöl-Blockheizkraftwerke, welche nach dem Geschäftsmodell der GFE von den Kunden gekauft und dann wieder an die GFE zurückverpachtet wurden, nur sog. „potemkische Dörfer“ waren.

 

Laut Firmenangaben sollen bereits 3.000 Container-Blockheizwerke verkauft und bezahlt sein. Das würde Einzahlungen von bis zu 357 Millionen Euro an die GFE entsprechen.

 

Tatsächlich in Betreib genommen wurden aber bis Ende Oktober 2010 nur max. 30 Container, was auch an Schwierigkeiten bei der Anmietung von Stellplätzen liegen soll.


So stellt sich natürlich die Frage, woraus die GFE die Pacht an die Anleger bezahlen konnte, wenn nur 30 von 3.000 Container wirklich liefen.

 

Aus diesem Grunde war bei vielen Anlegern die Befürchtung aufgekommen, dass es sich insgesamt nur um ein „Schneeballsystem“ handelte und nur so viele Blockheizkraftwerke hergestellt wurden, die nötig waren, um Kunden ein laufendes Geschäft vorzuspiegeln.

Etliche Anleger hatten deshalb Anzeige erstattet, woraufhin die Staatsanwaltschaft schon seit geraumer Zeit gegen die erst im letzten Jahr gegründete Firma ermittelte, bevor die Durchsuchungen und Festnahmen erfolgten.

 

Zusätzlich hatte es seitens der GFE geheißen, dass die Käufer von betrieblichen Risiken durch den Pächter GFE freigestellt würden. In den Verträgen ist aber eine Nachschusspflicht im Verlustfalle vorgesehen. Zusagen der GFE, dass bei negativem Geschäftsverlauf der Pachtvertrag ruhen solle, sind nirgends schriftlich festgehalten.

 

 

Was können Anleger jetzt tun?

Aktuell hat die GFE auf anwaltschaftliche Anspruchsschreiben hin angeboten, die jeweiligen Verträge rück abzuwickeln oder zu übertragen, wenn das Firmenvermögen durch die Staatsanwaltschaft freigegeben wird oder Fremdmittel zu erlangen sind.

Von der Staatsanwaltschaft Nürnberg soll bis jetzt ein Betrag in Höhe von € 29.439.512,00 sichergestellt worden sein.

Erfahrungsgemäß empfiehlt es sich in solchen Fällen jedenfalls schnell zu handeln, da von den zu verteilenden Mittel mit Ansteigen der Zahl der Anspruchsteller für jeden Einzelnen weniger übrig bleibt.

Für Rückfragen stehen die in diesem Gebiet tätigen Rechtsanwälte Carl – Peter Horlamus und Oliver Stigler zur Verfügung.

 

 


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